Blog

Kaarst Büttgen Driesch Austausch international

Dürfen wir vorstellen? - Harbert Mawejje, unser neuer Landwirtschafts-Praktikant!

Auch in die­sem Jahr haben Rai­ner und Ulri­ke Coe­nen wie­der einen Prak­ti­kan­ten über den inter­na­tio­na­len Prak­ti­kan­ten­aus­tausch des Bau­ern­ver­ban­des bei sich auf­ge­nom­men. Der jun­ge Mann heißt Har­bert Mawe­jje und kommt aus Ugan­da. Har­bert hat in der Haupt­stadt Kam­pa­la Agrar­kul­tur­wis­sen­schaf­ten stu­diert und kürz­lich sei­nen Bache­lor erlangt. In Kasan­da, einer Regi­on die etwa 100 km von Kam­pa­la ent­fernt liegt, besitzt und bewirt­schaf­tet der 22jährige eige­ne Län­de­rei­en. Auf ca. 4 Hekt­ar Land baut er haupt­säch­lich Boh­nen an. Jetzt ist er einer von 15 jun­gen Far­mern aus Ugan­da, die durch das Aus­tausch­pro­gramm Erfah­run­gen und Ein­drü­cke in Euro­pa sam­meln kön­nen. Har­bert wird 3 Mona­te auf dem Hof der Fami­lie Coe­nen blei­ben und in alle Berei­che und Tätig­kei­ten hin­ein­schnup­pern kön­nen. Er beglei­tet Rai­ner Coe­nen bei der Feld­ar­beit und lernt, wie hie­si­ge Pro­duk­te ange­baut und geern­tet wer­den. Außer­dem kann er ihm beim Ein­kau­fen und Han­deln auf Groß­märk­ten über die Schul­ter gucken. Auf dem Hof­ge­län­de erfährt Har­bert, wie fri­sche Ern­te­pro­duk­te sorg­sam sor­tiert, gela­gert und ver­ar­bei­tet wer­den. Und im Hof­la­den und im Gewächs­haus zei­gen ihm das Ver­kaufs­team und Ulri­ke Coe­nen wie Waren attrak­tiv aus­ge­stellt und ver­mark­tet wer­den.
Schon jetzt hat Har­bert erkannt: Vie­les wird bei uns ganz anders gehand­habt als in sei­ner Hei­mat. So ist der Ugan­der z.B. dar­über über­rascht, dass vie­le Obst- und Gemü­se­pro­duk­te bei uns kilo­gramm­wei­se ver­kauft wer­den. Das sei in Ugan­da nicht üblich, dort wer­de immer in Stück und mit Stück­prei­sen gerech­net. Beson­ders beein­druckt ist der afri­ka­ni­sche Far­mer vom hohen Grad der Tech­no­lo­gi­sie­rung in Deutsch­land, die sich z.B. in unse­ren Land­wirt­schafts­ge­rä­ten, Trak­to­ren und den gro­ßen Kühl­häu­sern zeigt. Vie­le Arbei­ten, die bei uns Maschi­nen über­neh­men, müs­sen auf den Fel­dern in Ugan­da noch durch Men­schen­hand ver­rich­tet wer­den. Er fin­det es auch erstaun­lich, dass Kar­tof­feln und Äpfel bei uns über vie­le Mona­te hin­weg gela­gert wer­den kön­nen ohne zu Ver­der­ben. Das sei bei dem tro­pisch-war­men Kli­ma in Ugan­da und den nicht vor­han­de­nen Kühl­mög­lich­kei­ten über­haupt nicht denk­bar. Was dort pro­du­ziert wird, muss auch umge­hend auf dem Markt ver­kauft und ver­zehrt wer­den. In Ugan­da sind es zur­zeit durch­schnitt­lich ca. 27 Grad Cel­si­us. Auch wenn Har­bert die küh­len Tem­pe­ra­tu­ren in Kaarst noch etwas zu schaf­fen machen, fühlt er sich bei Fami­lie Coe­nen sehr wohl. Schmun­zelnd sagt er auf Eng­lisch: „Das liegt auch beson­ders dar­an, dass Ulri­ke wirk­lich lecker kocht! Vie­les berei­tet sie ähn­lich zu wie mei­ne Mut­ter in Ugan­da. Ulri­ke kocht gern exo­ti­sche Gerich­te und ver­wen­det vie­le Gewür­ze, die ich aus mei­ner Hei­mat ken­ne. Des­halb glau­be ich auch nicht, dass ich Heim­weh bekom­men wer­de!“

Das Hof­la­den-Team wünscht Har­bert eine gute und inter­es­san­te Zeit in Deutsch­land! Und viel­leicht sehen Sie ihn ja auch ein­mal bei Ihrem nächs­ten Besuch im Hof­la­den.

No Comment

0

Post A Comment